Westerhever

  • Leuchtturm Westerheversand
  • Leuchtturm Westerheversand von oben
  • Felder und Wiesen zwischen Westerhever und Deich
  • Salzwiese und Watt mit Leuchtturm Westerheversand
  • Notrufsäule auf Westerheversand
  • Stockenstieg am Leuchtturm Westerheversand
  •  Stockenstieg am Leuchtturm Westerheversand
  • Salzwiesen und Wattenmeer bei Westerhever
  • Kirchhof von St. Stefanus in Westerhever
  • Innenraum von St. Stephanus

Westerhever liegt irgendwie am Ende der Welt, das Land hört auf, das Meer beginnt, dazwischen schützendes Deichwerk, von Schafen begräst. Ein paar Häuser sind über mächtig ausgedehntes Grünland verstreut. Ein berühmter Leuchtturm wie zum Festhalten. Ein trutziger Kirchturm, wie gemauert aus Jahrhunderten alten Geschichten von Liebe und Tod, von Sturmflutangst und Räuberabwehr. Um den Überblick zu erlangen, müsste man fliegen können, fliegen wie die Zugvögel, die zweimal im Jahr unsere Halbinsel und die benachbarten Halligen besonders zu schätzen wissen als nahrhafte Zwischenstopps. Denn Westerhever, das sich am stillen Ende der Halbinsel Eiderstedt ausbreitet, ragt ins Wattenmeer hinaus, ins weithin gerühmte Unesco Weltnaturerbegebiet. Hier regiert die Natur sich selber, die Salzwasserfluten kommen und gehen im kosmischen Rhythmus der Gezeiten [...]

Lange Sommernächte, die zum Baden am Strand oder der 9 km langen Sandbank vor Westerhever einladen, umwerfende Regenstürme im Herbst, die Bernsteine und ungeahnte Schätze herantreiben, die kurzen Wintertage, die Westerhever und Poppenbüll in bizarre weiße Landschaften verwandeln - Erholungs-Urlaub an 365 Tagen im Jahr.

[Uwe Herms, Schriftsteller, Poppenbüll]